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Gemeinde Biederbach (Druckversion)

Schulbildung

In den Jahren von 1770 bis 1818

Ebenso wichtig wie die Kirche ist die Schule. Ihre Entwicklung stellt den Gradmesser für das geistige Aufwärtsstreben einer Gegend dar. Dabei ergänzen sich Kirche und Schule gegenseitig und vervollständigen erst das Bild der geistigen Entwicklung einer Gemeinde.

Hausaufgaben

Das ganze Mittelalter hindurch waren gerade in bäuerlichen Gemeinden die Kirchen die Vermittler der Schulbildung. Erst in den Jahren 1770 bis 1818 wurde in der hiesigen Gegend die Schulpflicht eingeführt und der Aufbau der sogenannten Volksschulen begann. Keinesfalls sollte die geistige und sittliche Entwicklung der Jugend dem bloßen Zufall überlassen werden. Bereits im Jahre 1777 wurde der Gemeinde Biederbach von der Vorderösterreichischen Regierung der Befehl erteilt, die „Normalschule“ vorschriftsmäßig einzurichten und ein entsprechendes Schulhaus zu erbauen. Nur zögerlich konnten sich die Biederbacher Gemeinderäte mit diesem Gedanken anfreunden, denn ihnen war wohl klar, dass durch eine Normalschule auch größere Belastungen für den Gemeindehaushalt anfallen würden. Die Regierung zeigte wenig Verständnis für die finanziellen Bedenken und auch ein Gesuch an das Freiherrlich von Wittenbadische Amt in Elzach änderte nichts an der Tatsache, dass die Einrichtung einer Normalschule realisiert werden musste.

Es fand sich schließlich in Oberbiederbach ein Bauernhäuschen, das man sozusagen behelfsmäßig als Schulhaus bereitstellte.

Und um es hier noch ergänzend anzufügen: auch in Unterbiederbach ist laut Regierungserlass im Jahre 1784 ein Schulhaus erbaut worden.

http://www.biederbach.de/index.php?id=360