Wanderdorf Biederbach

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Ein etwas anderes Dorf: früher wie auch heute

Bis zum heutigen Tag konnte die Gemeinde Biederbach – übrigens die einzige im Elztal, die nicht von der Verwaltungsreform 1975 berührt wurde – ihre Eigenschaft als weitgestreute Schwarzwaldgemeinde bewahren.

Blick auf die Gemeinde Biederbach

Biederbach verteilt sich dabei auf mehrere unterschiedlich große Ortsteile, die allerdings teilweise recht weit auseinander liegen. Im Haupttal folgen aufeinander Untertal, Tannhöf, Kirchhöfe, Obertal und Höhenhäuser. In den westlichen Seitentälern liegen Dorf, Hintertal und Uhlsbach, in den östlichen Seitentälern sind es die Ortsteile von Finsterbach, Hölzberg und Brühl. Auf den Biederbach umrahmenden Höhen zeigen sich noch Illenberg, Knebis, Selbig, Mersberg, Neudorf und Schlegelsberg. Zur Gemeinde gehören außerdem die ausserhalb liegenden Ortsteile Bachere und Frischnau.

Die Gemarkung von Biederbach ist übrigens deutlich zweigeteilt und setzt sich aus einer Reihe von Einzelhöfen und Kleinsiedlungen zusammen. Als Zentren kann man Biederbach-Kirchhöfe im Obertal mit der Kirche, sowie Biederbach-Dorf im südlichen Gemarkungsteil bezeichnen. Erstaunlicherweise trägt dabei keine der Siedlungen den Namen Biederbach, der jedoch als Vogteibezeichnung seit 1324 urkundlich nachzuweisen ist. Die ältesten Siedlungen auf der Gemarkung dürften auf hoch- bis spätmittelalterliche Rodung zurückgehen, die wahrscheinlich einst von Elzach aus erfolgt ist.
Urkundlich findet der Ortsname Biederbach erst im 14. Jahrhundert seine Erwähnung, doch deuten vordeutsche Flurnamen darauf hin, dass bereits vor den Alemannen in Biederbach romanisch sprechende Bevölkerung vorhanden war.